Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Görlitz
Am Samstag, dem 28. März 2026, kamen im Görlitzer Gewerbecenter zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren des Landkreises zur Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Görlitz e. V. zusammen. Im Mittelpunkt standen neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr vor allem richtungsweisende Entscheidungen für die kommenden Jahre.
Ein zentraler Punkt der Versammlung waren die turnusmäßigen Wahlen des Verbandsvorstandes. Dabei wurde Henry Stuff zum neuen Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes gewählt. Unterstützt wird er künftig von seinen beiden Stellvertretern Robert Ehmann und Toni Höhna. Das Amt der Kassenwartin übernimmt Doreen Hildebrand.
Der langjährige Vorsitzende Frank Chrissulis trat nicht erneut zur Wahl an. Mit seinem Ausscheiden endet eine prägende Zeit für den Verband. Der Kreisfeuerwehrverband Görlitz bedankt sich ausdrücklich für sein langjähriges Engagement und seinen Einsatz für die Feuerwehren im Landkreis. Sein Wirken hat die Arbeit des Verbandes nachhaltig mitgeprägt.
Neben den personellen Entscheidungen wurde auch der Haushalt für die Jahre 2026 und 2027 beschlossen. Inhaltlich blickte der Verband auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Zahlreiche Aktivitäten – von Fahrzeugübergaben und Einweihungen über Jubiläen bis hin zu Weiterbildungsangeboten und der Arbeit in den Fach- und Arbeitskreisen – verdeutlichen die breite Aufstellung des Verbandes. Ein besonderer Höhepunkt war die Auszeichnungsveranstaltung in Niesky, bei der über 400 Kameradinnen und Kameraden für ihr Engagement geehrt wurden.
Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Ehrenamtes im Landkreis Görlitz:
• 159 Freiwillige Feuerwehren sowie jeweils eine Berufs- und Werkfeuerwehr
• 5.433 Mitglieder im Verband
• davon 3.532 aktive Einsatzkräfte
• 1.417 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren sowie 117 Kinder in den Kinderfeuerwehren
Auch Projekte wie die „Region der Lebensretter“, in der sich rund 600 Personen engagieren – mehr als die Hälfte davon aus den Reihen der Feuerwehr – zeigen, wie stark das Ehrenamt im Landkreis verankert ist. Darüber hinaus wurde die enge Zusammenarbeit mit dem Partnerlandkreis sowie über Kreisgrenzen hinweg hervorgehoben.
Auch strukturelle Entwicklungen wurden thematisiert: So wurde der Feuerwehrdienst in Mühlrose zum 31. Dezember 2024 eingestellt, die betroffenen Einsatzkräfte wechselten in umliegende Wehren. Zudem wurde im ersten Quartal 2026 die VSU-Tunnelfeuerwehr nach Abschluss der entsprechenden Umbaumaßnahmen aufgelöst.
Finanziell steht der Kreisfeuerwehrverband auf einer stabilen Grundlage. Gleichzeitig bleibt es eine zentrale Aufgabe, die vorhandenen Mittel verantwortungsvoll und mit Augenmaß einzusetzen, um die vielfältigen Aufgaben des Verbandes auch künftig verlässlich erfüllen zu können.
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